Sara und Sandro sind während der Vorbereitung einer bewaffneten Aktion gefallen. Jenseits aller konkreten Umstände liegt der Sinn ihres Opfers vollständig in der revolutionären Entschlossenheit, in der menschlichen Großzügigkeit und in der militanten Konsequenz, die sie auf ihrem Lebensweg unter Beweis gestellt haben.
Es wird genau mit diesen wesentlichen Qualitäten möglich sein, die verschiedenen Widerstände in einen neuen revolutionären Prozess zu verwandeln. Sara und Sandro war klar, dass sich Klassenbewusstsein, Entschlossenheit und Kräfte, die für einen revolutionären Prozess notwendig sind, nur auf der Ebene des offenen Konflikts entwickeln können. In einer Gesellschaft wie der unseren, in der noch immer sozialer Kompromiss, Zersetzung und Unterordnung herrschen, sind es konkrete Wege des Bruchs, die Einheit zwischen Vorschlag und Praxis sowie die entsprechende militante Entwicklung, durch die man Einfluss nehmen, Breschen schlagen und Perspektiven eröffnen kann.
Staat und Kapital haben die demokratische Maske abgelegt. Kriege, Verwüstung und Plünderung, Völkermord – schamlos begangen – führen zurück zu ihrem konstitutiven Wesen, zu ihrer ökonomischen Funktionsweise selbst, zu ihren Ursprüngen.
Die Fronten des Widerstands in der Welt sind unsere Bezugspunkte, unsere Quellen der Kraft, um die es sich zu vereinen und von denen zu lernen gilt. Sara und Sandro sind genau in dem Versuch gefallen, diese Solidarität und diese Perspektive zu konkretisieren – mit derselben Großzügigkeit, mit der so viele Kämpferinnen und Kämpfer auf der Welt ihr Leben geben. Und darin, wie in den besten revolutionären Epochen und wie es die Dramatik der gegenwärtigen historischen Krise erfordert, lässt sich ein konkreter Internationalismus, eine revolutionäre Zukunft begründen.
Ehre Sara und Sandro und allen, die kämpfend für die Revolution fallen!
Kapitalismus zerschlagen, Solidarität aufbauen!
Rote Hilfe International
Zürich – Konferenz März 2026